Berliner ImpulsE

09.04.15 Nachricht Bauen und Wohnen

West-Ost Gefälle

GdW: Ostdeutschland viel weiter bei energieeffizienten Sanierungen

Nach Interpretation des GdW Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. ist der Stand der energetischen Modernisierung in den ostdeutschen Bundesländern besonders hoch. In einer Antwort an das Bündnis 90/Die Grünen beim Thema Gebäudesanierung hatte die Parlamentarische Wirtschaftsstaatssekretärin Brigitte Zypries (SPD) ausgeführt, dass ein besonders hoher Anteil der Mittel für Sanierungen in Westdeutschland abgerufen werde.

In den östlichen Bundesländern würden nur deswegen weniger Mittel für die energieeffiziente Sanierung in Anspruch genommen als in Westdeutschland, da im Osten diesbezüglich in der Vergangenheit bereits viel mehr getan worden sei, so GdW-Präsident Axel Gedaschko zu Medienberichten über ein Ost-West-Gefälle beim Mittelabruf für die Gebäudesanierung.

In den Beständen der ostdeutschen Wohnungsunternehmen seien seit 1990 bereits 86,7 Prozent der Gebäude energetisch voll- oder teilmodernisiert worden. In Westdeutschland liege dieser Wert derzeit bei 50 Prozent.

Gedaschko begrüßt die Grundidee, angesichts des geringeren Einkommensniveaus in den neuen Ländern eine angepasste Förderung für investitionsschwache Haushalte aufzulegen und – wie von der Vorsitzenden des Umweltausschusses im Bundestag, Bärbel Höhn (Grüne) gefordert – mehr Mittel für eine sozial verträgliche energetische Quartierssanierung bereitzustellen.  

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