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06.05.15 Nachricht Bauen und Wohnen

Energieeffizienzfonds soll Risiken mildern

DIW Berlin macht Vorschlag zur Finanzierung energetischer Sanierungen

Zögerliche Immobilieneigentümer könnten über einen Energieeffizienzfonds, der ihnen die Risiken der Investition abnehme, für die energetische Sanierung ihrer Wohngebäude gewonnen werden. Diesen Vorschlag macht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin) in einer aktuellen Studie.

Derartige ergänzende Finanzierungsoptionen müssten geprüft werden, um die Sanierungsrate zu erhöhen. Die Rückzahlung bzw. Vergütung solle allein aus den Gewinnen der Energieeinsparungen bedient werden. Anders als beim klassischen Bankenkredit wäre damit die Kreditvergabe weder an die Bonität des Kreditnehmers noch an den Wert der Immobilie gebunden, sondern an die Erträge der Investition. Das Kapital dafür könne von großen institutionellen Anlegern wie Pensionsfonds oder Lebensversicherern kommen, die in der derzeitigen Niedrigzinsphase neue Anlagemöglichkeiten suchten und den erforderlichen langfristigen Horizont hätten.

Ein Energieeffizienzfonds könne bestehende Förderinstrumente allerdings nur ergänzen, nicht ersetzen. Insbesondere die Weiterentwicklung bestehender Beratungsprogramme und finanzieller Anreize durch die KfW Bankengruppe für Immobilieneigentümer und eine weitere Verbesserung der Qualifikation sowie eine Zertifizierung der Handwerker für Sanierungsmaßnahmen seien notwendig, um die Sanierungsrate nachhaltig zu erhöhen.

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