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01.06.15 Nachricht Forschung & Innovationen

Bumerang-Effekt bei Autos

SUV und Geländewagen verhindern stärkere CO2-Reduzierung

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, verhindert die gestiegene Motorleistung einen stärkeren Rückgang der CO2-Emissionen. So sei die durchschnittliche Motorleistung von neuzugelassenen Fahrzeugen von knapp 91 kW (123 PS) im Jahr 2005 auf 101 kW (137 PS) in 2013 angestiegen.

Dies habe im Jahr 2013 im Vergleich zu 2005 zu einem rechnerischen Mehrverbrauch von 3,8 Mrd. Litern Kraftstoff und zu 9,5 Mio. t zusätzlichen CO2-Emissionen geführt. Der Mehrverbrauch gehe vor allem auf den Bereich der SUV und Geländewagen zurück.

Mit einer hinsichtlich der Motorleistung unveränderten Pkw-Flotte wären im Jahr 2013 trotz steigender Bestände CO2-Einsparungen in Höhe von zwölf Prozent möglich gewesen, tatsächlich hätten sie jedoch nur bei 1,6 Prozent gelegen.

Insgesamt seien 2013 von den privaten Haushalten 36,6 Mrd. Liter Kraftstoff verbraucht worden. Trotz des Anstiegs der Fahrzeugbestände um 7,1 Prozent gegenüber 2005 sei der Verbrauch von 2005 bis 2013 um 3,2 Prozent gesunken (– 1,2 Mrd. Liter). Allerdings sei der Verbrauch zuletzt gegenüber dem Vorjahr wieder leicht angestiegen (+ 1,1 Prozent). 

Kraftstoff sei insbesondere durch gesunkene Durchschnittsverbräuche eingespart worden, etwa beim Benzin-Pkw von 8,3 Liter im Jahr 2005 auf 7,8 Liter im Jahr 2013. Auch der Verbrauch der Dieselfahrzeuge sei in den einzelnen Motorklassen erheblich zurückgegangen.

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