Berliner ImpulsE

19.06.15 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

EU-Projekt Transparense

Mehr Transparenz beim Energiespar-Contracting

Logo Transparense
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100 Unternehmen und Verbände setzen sich europaweit für ein einheitliches Vorgehen beim Energiespar-Contracting (ESC) ein. In dem von ihnen unterzeichneten Verhaltenskodex verpflichten sie sich zu neun Grundprinzipien, die einen qualitativ hochwertigen und transparenten europäischen Markt für ESC unterstützen sollen.

Der Kodex ist eine freiwillige Selbstverpflichtung der Industrie und soll dazu beitragen, bei der öffentlichen Hand und anderen Auftraggebern das Vertrauen in dieses weltweit erprobte Instrument für mehr Energieeffizienz zu stärken und Vorbehalte abzubauen.

Beim Energiespar-Contracting (ESC) garantieren Energiedienstleister ihren Auftraggebern – in der Regel sind dies Eigentümer großer Liegenschaften – über eine bestimmte Vertragslaufzeit Energiekosteneinsparungen, die sie vorwiegend durch Investitionen in eine effiziente und moderne Gebäudetechnik erreichen. Die erzielten Kosteneinsparungen teilen sich Auftraggeber und Dienstleister nach einem zuvor vereinbarten Schlüssel auf.

In Europa ist für solche Partnerschaftsmodelle noch ein erhebliches Potenzial vorhanden. Um bis zu 700 Millionen Euro könnten europaweit die Energiekosten in privaten und öffentlichen Gebäuden sinken, wenn das Modell Schule macht. In Berlin werden rund 1.300 öffentliche Gebäude nach diesem Vorbild professionell von Energiedienstleistern betreut. Dadurch sinken die Energiekosten um durchschnittlich 26 Prozent und werden um rund zwölf Mio. Euro pro Jahr reduziert.

Entwickelt wurde das Regelwerk im Rahmen des EU-Projektes Transparense, das von der tschechischen Non-Profit-Beratungsgesellschaft SEVEn koordiniert wird. Deutscher Transparense-Partner ist die Berliner Energieagentur (BEA).

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