Berliner ImpulsE

07.10.15 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Börsenstrompreise sinken weiter

BEE erwartet für 2016 stabile bis leicht steigende EEG-Umlage

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e. V. (BEE) geht für 2016 von einer stabilen bis leicht steigenden EEG-Umlage in Höhe von circa 6,2 bis 6,5 Cent aus. Steigende Strompreise für private Verbraucher wären allerdings aufgrund der seit Jahren sinkenden Strompreise an der Börse nicht gerechtfertigt, so der BEE.

Mit etwas Zeitverzögerung sind die Preissenkungen an den Großhandelsmärkten nun auch in den mehrjährigen Vertriebskalkulationen der Stromversorger angekommen und schaffen so den Spielraum, argumentiert der Verband.

Nach Berechnungen des BEE könnten selbst bei einer leichten Erhöhung die niedrigen Vertriebspreise sogar zu einer leichten Absenkung der Haushaltspreise führen.

Während die sogenannten Industrieprivilegien, die zusammen mit den fallenden Börsenstrompreisen am stärksten die Höhe der EEG-Umlage beeinflussen, nach Einschätzung des BEE im kommenden Jahr vermutlich auf dem gleichen Niveau bleiben wie 2015, sinkt der Börsenstrompreis weiterhin und wird auf unter drei Cent fallen. Der BEE erwartet, dass sich dieser Trend noch fortsetzen wird.

Der nach einigen Verzögerungen nun konzentrierte Neubau von Offshore-Windparks in 2015 sei temporär auch bei der EEG-Umlage bemerkbar, so der Verband weiter. Ab 2020 könnten die Kosten für neu installierte Offshore-Windkraftanlagen um bis zu 30 Prozent zurückgehen.

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