Berliner ImpulsE

10.10.15 Nachricht Energie- und Klimapolitik Berlin

Zweiter Stadtdialog Energie und Klimaschutz

Berlinerinnen und Berliner geben Hinweise für die Umsetzung des BEK

Am 28. September fand der zweiter Stadtdialog Energie und Klimaschutz statt. Berlinerinnen und Berliner konnten hierbei Hinweise für die Umsetzung des BEK geben.

Der Stadtdialog wurde von dem Staatssekretär für Verkehr und Umwelt, Christian Gaebler, in der ufaFabrik in Berlin eröffnete. Zahlreiche Berlinerinnen und Berliner nahmen die Möglichkeit wahr, sich aktiv an der Veranstaltung zu beteiligen und Hinweise für die Finalisierung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms zu geben. In drei Diskussionsrunden widmeten sich die Teilnehmenden drei ausgewählten Schwerpunktmaßnahmen „Verkehr – Veränderung des Modal Splits“, „Energetische Gebäudesanierung“ sowie „Wissen, Innovation & Wertschöpfung“. Dabei standen die Herausforderungen bei der Umsetzung der Maßnahmen im Fokus. Außerdem wurden mögliche Lösungswege aufgezeigt und die Hinweise des Publikums für die Umsetzbarbarkeit aufgenommen. Die Beteiligung des Publikums erfolgte über das Online-Beteiligungstool „ideactive“, bei dem die Teilnehmenden parallel zur Podiumsdiskussion ihre individuellen Fragen und Kommentare über ihr Smartphone oder Tablet absenden konnten. Diese wurden zusammengeführt und an die Moderatorin – als Stimme des Publikums auf dem Podium – weitergeleitet.

„In den vergangenen Monaten haben wir zusammen mit der Berliner Stadtgesellschaft die Erarbeitung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms vorangetrieben, denn nur so können wir ein möglichst konkretes BEK entwickeln, das uns dem Ziel der Klimaneutralität näher bringt. Alle Hinweise zur Umsetzung der Maßnahmen sind wertvoll, um ein alltagsnahes Programm und eine verlässliche Grundlage für die Berliner Energie- und Klimapolitik zu schaffen. Auch die Hinweise der Bürgerinnen und Bürger sind in die Erarbeitung des BEK eingeflossen und machen es zu einem Gemeinschaftswerk für eine lebenswerte Zukunft unserer Stadt“, sagte Staatssekretär Christian Gaebler beim Stadtdialog.

Nach einer Einordnung des Zweiten Stadtdialogs in den Erarbeitungsprozess des BEK, stellte Prof. Hirschl, Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und Leiter des BEK-Fachprojekts im Auftrag der Senatsverwaltung, den aktuellen Stand der Erarbeitung vor. So sind die bereits im Rahmen der ersten Workshoprunde, dem ersten Stadtdialog und der Onlinebeteiligung eingegangenen Kommentare und Hinweise der Stadtgesellschaft in den letzten Monaten ausgewertet sowie ein großer Teil der eingebrachten inhaltlichen Ergänzungen bearbeitet und eingefügt worden. Für jede Maßnahme wurden zudem eine Wirkungsabschätzung, eine Kostenkalkulation und eine Evaluierung durchgeführt. Mit dem nun vorliegenden Maßnahmenpaket 4.0 könne bei vollständiger Umsetzung das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 erreicht werden. Prof. Hirschl betonte jedoch, dass zur Zielerreichung alle Handlungsfelder zusammen berücksichtigt werden müssen, da sie ineinandergreifen und nur gemeinsam die geplante Wirkung erzielen.

Nach den einführenden Vorträgen begann der zentrale Teil der Veranstaltung: Die Diskussion der drei ausgewählten Schwerpunktthemen „Verkehr – Veränderung des Modal Splits“, „Energetische Gebäudesanierung“ sowie „Wissen, Innovation & Wertschöpfung“. Zu jedem Schwerpunkt gab es zunächst einen fachlichen Impuls durch ein Mitglied des mit der Erarbeitung des BEK beauftragten Fachprojekts sowie einen Einblick aus der Praxis durch einen Themenbotschafter. Anschließend stand viel Zeit für die Debatte mit dem Publikum zur Verfügung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten rege die Möglichkeit, ihre Hinweise für die Umsetzbarkeit der Maßnahmen in die Diskussion einzubringen. Die Rückmeldung der Teilnehmenden zu den Maßnahmen und ihrer Umsetzbarkeit war Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung.

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