Berliner ImpulsE

20.10.15 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Maßnahmen zur Stärkung des Energieausweises für Gebäude empfohlen

dena plädiert für Standardisierung und Qualitätssicherung des Bedarfsausweises

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) empfiehlt, den bedarfsorientierten Energieausweis für Gebäude zu stärken und dafür zusätzliche Maßnahmen einzuführen. Die Verfahren müssten standardisiert und die Qualität in der Praxis gesichert werden.

Dafür sind aus Sicht der dena drei Dinge erforderlich: Erstens sollten für Aussagen zu Modernisierungsempfehlungen und zur Wirtschaftlichkeit nur noch Energiebedarfsausweise auf Basis einer Vor-Ort-Begehung zugelassen werden. Zweitens sollten die Bundesländer das von der Bundesregierung vorgeschriebene Qualitätssicherungssystem für Energieausweise weiter vorantreiben. Drittens müssen die Methoden und Verfahren zur Datenaufnahme und Berechnung des Energieausweises vereinheitlicht und vereinfacht werden, damit der einzelne Energieberater verlässliche und vergleichbare Ergebnisse für das jeweilige Gebäude errechnen kann.

Gleichzeitig weist die dena Berichte auf Basis eines sogenannten „Praxistests“ des Eigentümerverbands Haus & Grund als nicht belastbar zurück. Es sei nicht neu, dass es beim Energieausweis aufgrund der sehr unterschiedlichen Formen und Methoden zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen kann. Die Ergebnisse des Verbrauchs- und des Bedarfsausweises sind grundsätzlich nicht miteinander vergleichbar, betont die dena. Wirklich aussagekräftig sei nur der Bedarfsausweisauf Basis einer Vor-Ort-Begehung.

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