Berliner ImpulsE

02.11.15 Nachricht Forschung & Innovationen

Energiereport der BayWa r.e.

Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit bei Energiemix

Sechs von zehn Deutschen wissen nicht, aus welchen Energiequellen ihr Strom stammt. Könnten sie frei wählen, würden sich allerdings 77 Prozent der Bundesbürger für erneuerbare Energie entscheiden. Genauso viele beziehen jedoch Strom aus überwiegend konventionellen Quellen.

Zu diesen Ergebnissen kommt der „Energiereport Deutschland“, für den die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag von BayWa r.e. 1.007 Verbraucher in Deutschland befragt hat.

Demnach ist die Sonne mit 37 Prozent der mit Abstand beliebteste Energielieferant, gefolgt von Wind (26 Prozent), Wasser (elf Prozent) und Erdgas (neun Prozent). Atom- bzw. Kernkraft wollen nur fünf Prozent, Braun- oder Steinkohle nur drei Prozent.

Die Herkunft der Energie ist für mehr als die Hälfte der Deutschen (55 Prozent) wichtig bis sehr wichtig. Gut drei von vier Befragten (76 Prozent) wünscht sich, dass ihr Strom ausschließlich in Deutschland produziert wird.

Nachhaltigkeit sehen 71 Prozent als wichtiges oder sehr wichtiges Kriterium bei der Wahl des Stromanbieters. Mehr als ein Drittel aller Befragten (36 Prozent) hält zudem die Möglichkeit, den Strom individuell zusammenzustellen, für sehr wichtig bis wichtig bei der Wahl des Anbieters.

Die Energiewende halten 77 Prozent der Bundesbürger für sinnvoll. Nur 58 Prozent glauben allerdings an ihr tatsächliches Gelingen, 27 Prozent sind skeptisch und immerhin 15 Prozent halten ein Scheitern für wahrscheinlich. Wenn es um die eigenen vier Wände geht, möchten jedoch 62 Prozent der Deutschen einen eigenen Beitrag zur Energiewende leisten.

Weiterführende Informationen

‹ zurück