Berliner ImpulsE

25.11.15 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Neues Mietrecht stößt auf Kritik

Immobilienwirtschaft lehnt zweites Mietrechtspaket ab

Die BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland kritisiert das vom Bundesjustizministerium vorgestellte zweite Mietrechtspaket scharf. Es stelle die Energiewende vor das Aus.

Energetisches Sanieren wird durch die Absenkung der nach Modernisierung möglichen Mieterhöhung von elf auf acht Prozent wirtschaftlich unattraktiver gemacht und Neubau und Vermieten insgesamt durch einen drastischen Eingriff in die Mietsystematik ausgebremst, fürchtet die BID.

Zudem soll die Miete in einem Zeitraum von acht Jahren um nicht mehr als 50 Prozent und maximal vier Euro pro Quadratmeter steigen können und der Bezugszeitraum der ortsüblichen Vergleichsmiete von vier auf zehn Jahre verbreitert werden. Eine Grundsanierung veralteter Bestände sei damit nicht mehr möglich, so die BID. Ein „Einfrieren“ der Miete nach Modernisierung für acht Jahre würde zusätzlich dafür sorgen, dass auch Investitionen in die Qualität und den Erhalt der Gebäude eingefroren werden. Durch die Ausweitung bei der ortsüblichen Vergleichsmiete würden neue, effektive Maßnahmen der energetischen Modernisierung viel später darin aufgenommen. Das hemmt laut BID Investitionen in die energetische Sanierung.

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