Berliner ImpulsE

04.12.15 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Verbesserte Förderung für KWK-Anlagen

Bundestag beschließt Reform des KWK-Gesetzes

Der Deutsche Bundestag hat am 3. Dezember 2015 die Reform des Gesetzes zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) beschlossen. KWK-Anlagen, die Strom an Endverbraucher in einer Kundenanlage oder einem geschlossenen Verteilnetz liefern, erhalten weiterhin Förderung, die Förderdauer wurde sogar erhöht. Lob für die Gesetzesnovelle kam von den Energie- und Klimaschutzagenturen.

Nach dem neuen Gesetz gibt es weiterhin einen Zuschlag für KWK-Anlagen, die Strom an Endverbraucher in einer Kundenanlage oder einem geschlossenen Verteilnetz liefern. Auch wurde die Förderdauer von den ursprünglich vorgesehenen 45.000 Vollbenutzungsstunden auf jetzt 60.000 Vollbenutzungsstunden erhöht. Mit diesen beiden Verbesserungen gegenüber dem ursprünglichen Gesetzentwurf können insbesondere sogenannte „Mieterstrommodelle“ weiterentwickelt werden, bei denen die Stromkunden vor Ort in den Genuss günstiger Preise kommen und somit von der Energiewende unmittelbar profitieren.

Auf der Grundlage dieses Gesetzes sei es weiterhin möglich, Blockheizkraftwerke (BHKW) in Gebäuden und Stadtquartieren zu errichten und wirtschaftlich zu betreiben. Damit sei eine wichtige Voraussetzung geschaffen, insbesondere in Städten und Ballungsräumen die kommunalen Klimaschutzziele der kommenden Jahrzehnte zu erreichen, erklärte Michael Geißler, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e. V. und Geschäftsführer der Berliner Energieagentur (BEA).

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