Berliner ImpulsE

21.12.15 Nachricht Energie- und Klimapolitik Berlin

Erneuerbare Energien für die Hauptstadt

Berliner Stadtwerke beteiligen sich nun auch an Windparkgesellschaft

Die Berliner Stadtwerke haben sich in eine Windparkgesellschaft der EnBW mit 8,7 MW eingekauft. Diese produziert Strom vor allem in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, baut dort Windräder und betreibt sie. Mit dem Windstrom will das Berliner Unternehmen 10.000 Berliner Haushalte mit erneuerbarer Elektrizität versorgen. Zudem beteiligen sich die Stadtwerke mit dem Einstieg in der Windparkgesellschaft am weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Region und entkoppelt sich von den begrenzten Produktionsmöglichkeiten von erneuerbarer Elektrizität in der Hauptstadt.

Bislang hatten sich die Stadtwerke vor allem auf Erzeugungsanlagen im Berliner Stadtgebiet konzentriert. Eine erste PV-Anlage war 2015 auf dem Dach eines Gebäudes der Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU AG in Pankow in Betrieb gegangen. Diese kann bis zu 180 Mieter mit Solarstrom versorgen. Eine zweite, fünffach größere Anlage befindet sich derzeit auf einem Dach der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH im Hellersdorfer Rathausviertel im Aufbau.

Darüber hinaus planen die Stadtwerke den Erwerb von zwei Windrädern bei Stahnsdorf. Gleichzeitig projektieren sie zwei Windparks bei Teltow und bei Bernau.

Die Stadtwerke wurden 2014 vom Land unter der Maßgabe gegründet, 100 Prozent erneuerbaren Strom an die Bürgerschaft Berlins zu verkaufen. Um bei den geringen Möglichkeiten zur Produktion in der Bundeshauptstadt dennoch eine ausreichend große Anzahl an Kunden bedienen zu können, weichen die Stadtwerke auf Produktionsmöglichkeiten außerhalb Berlins aus, viele davon errichtet auf Flächen der Berliner Stadtgüter in Brandenburg.

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