Berliner ImpulsE

28.12.15 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Heizen, Bauen und Energie

Das alles ändert sich in 2016

Im kommenden Jahr wird es zahlreiche Neuerungen in den Bereichen Heizen, Bauen und Energie geben.

So gilt ab dem 1. Januar das Energieeffizienzlabel für alte Heizungen und Lüftungsanlagen. Es ist zunächst freiwillig, ab 2017 dann verpflichtend.

Zudem gelten für Neubauten ab Januar die verschärften Standards der EnEV 2014. Die Obergrenze für den zulässigen Energiebedarf eines Gebäudes wird um 25 Prozent gesenkt. Auch die Anforderungen an den Wärmeschutz steigen um 20 Prozent.

Dafür verdoppeln sich ab 1. April auch die Förderkredite der KfW Bankengruppe für energieeffiziente Neubauten von maximal 50.000 auf 100.000 Euro pro Wohneinheit. Die KfW gewährt ab Januar außerdem Zuschüsse für den Heizungsaustausch und den Einbau von Lüftungsanlagen in Höhe von 15 Prozent und maximal 7.500 Euro pro Wohneinheit.

Künftig erhalten Betreiber einer KWK-Anlage einen KWK-Zuschlag von acht statt bisher 5,41 Cent für jedes kW ins Netz gespeisten Stroms. Die Förderung für selbst verbrauchten Strom sinkt von 5,41 auf vier Cent pro kWh. Zudem wird der Zuschlag nicht mehr für zehn Jahre, sondern für 60.000 Vollbenutzungsstunden gewährt.

Strom wird im neuen Jahr für viele Verbraucher teurer, weil die die EEG-Umlage zur Förderung von erneuerbaren Energien und die Netzentgelte steigen.

Schließlich tritt am 24. Juli 2016 ein neuer Teil des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes in Kraft. Händler mit mehr als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche sind dann verpflichtet, alte Elektrogeräte zurückzunehmen – größere Geräte nur bei Neukauf eines entsprechenden Gerätes, kleinere Geräte jederzeit. Online-Händler sind künftig ebenfalls verpflichtet, ausrangierte Geräte zurückzunehmen.

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