Berliner ImpulsE

27.01.16 Nachricht Forschung & Innovationen

Studie des PIK Potsdam

Menschen heizen Klima lebensbedrohlich an

Ein Team internationaler Wissenschaftler unter anderem vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) stellt in einer neuen Studie fest, dass die jährlichen Wärmerekorde der letzten Zeit mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit Ergebnis des vom Menschen ausgelösten Klimawandels sind.

Die Chance, dass 13 der 15 wärmsten je gemessenen Jahre alle in unserem noch jungen Jahrhundert verzeichnet wurden, sei ohne die Treibhausgase aus dem Verfeuern von Kohle und Öl verschwindend klein.

Die Wissenschaftler kombinierten in ihrer Analyse Beobachtungsdaten und umfassende Computersimulationen des Klimasystems. Dieser neue Ansatz ermöglichte es ihnen, die natürlichen Schwankungen des Klimas besser vom menschgemachten Klimawandel zu trennen.

Laut der Analyse ist die Wahrscheinlichkeit jährlicher Temperaturrekorde ziemlich hoch, wenn man die durch unsere Emissionen verursachte Erderwärmung mit einbezieht. Natürliche Klimaschwankungen können die beobachteten Wärmerekorde hingegen nicht erklären. Das Risiko von lebensbedrohlichen Hitzeextremen ist um ein Vielfaches gewachsen, weil die Menschen mit ihren Treibhausgas-Emissionen die Funktionsweise des Erdsystems stören, warnen die Autoren.

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