Berliner ImpulsE

10.02.16 Nachricht Forschung & Innovationen

Forschungsprojekt des Umweltbundesamtes

Standardisierte Abrechnung kann Millionen Euro an Heizkosten einsparen

Nach Erkenntnissen des Öko-Instituts und co2online kann eine standardisierte Heizkostenabrechnung einen großen Anteil der Deutschen Haushalte insgesamt um Millionen Euro an Heizkosten entlasten und zudem helfen, die Umwelt zu schützen. Die beiden Institute haben im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) ein Forschungsprojekt durchgeführt und Schätzungen zum Einsparpotenzial abgegeben sowie einen Umsetzungsvorschlag erarbeitet.

Die Forscher schlagen zur Verbesserung der Transparenz bei der Heizkostenabrechnung vor, zukünftig eine standardisierte Darstellungsform mit gleichem Aufbau zu wählen. Zudem sollten die Haushalte Informationen über den energetischen Zustand des Gebäudes sowie einen Vergleich mit Daten aus den Vorjahren erhalten. Darüber hinaus sollte in der Abrechnung die Möglichkeit für eine elektronische Weitergabe der Daten durch die Empfänger enthalten sein.

Nach Schätzungen der Institute liegt das Einsparpotenzial bei den Heizkosten bei rund 25 bis 50 Euro pro Jahr und Haushalt. Dem gegenüber stünden Mehrkosten für die Umstellung der Abrechnungsform in Höhe von etwa 15 Euro. Bei angenommenen 18. Mio. Haushalten (solche in zentral beheizten Mehrfamilienhäuser, die der Pflicht zur Heizkostenabrechnung unterliegen) rechnen die Forscher mit Einsparmöglichkeiten von etwa 468 bis 935 Mio. Euro. Pro Jahr. Die jährlichen CO2-Emissionen könnten um etwa 1,7 bis 3,3 Mio. Tonnen sinken.

Grundlage des Forschungsprojektes ist die Maßgabe aus dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung, wonach geprüft werden sollte, ob und in welchem Umfang weiterentwickelte Abrechnungs- bzw. Verbrauchsinformationen zu Energieeinsparungen führen. Nach Erkenntnissen der Forscher kann eine Verbesserung der Transparenz in der Abrechnung die Motivation von Mietern und Vermietern steigern, Heizkosten zu senken.

Weiterführende Informationen

‹ zurück