Berliner ImpulsE

24.02.16 Nachricht Bauen und Wohnen

Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V. meldet

Heizungsindustrie wächst, verzeichnet aber Rückgang bei Erneuerbaren Heizungen

Die deutsche Heizungsindustrie wächst dynamisch. Mit einem weltweiten Gesamtumsatz von 13,6 Mrd. Euro verzeichneten die 102 im Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie e.V. (BDH) organisierten größtenteils mittelständischen Unternehmen ein Umsatzplus von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Als Indiz für die hohe Innovationskraft der Branche wertet der BDH, dass für Forschung und Entwicklung mit 530 Mio. Euro rund 8,6 Prozent mehr aufgewendet wurden. Die Anzahl der bei den Mitgliedsunternehmen weltweit Beschäftigen stieg um 0,9 Prozent auf 69.200.

Insgesamt wurden 710.000 Wärmeerzeuger abgesetzt, vier Prozent mehr als 2014. Den größten Absatz verzeichneten gasbasierte Systeme. Die Gas-Brennwerttechnik erreichte mit 439.500 abgesetzten Geräten ein Plus von sieben Prozent. Die Anzahl der abgesetzten Gas-Niedertemperaturgeräte betrug 103.500 Stück.

Die Öl-Brennwerttechnik kam auf ein Plus von 30 Prozent. Der BDH macht dafür neben dem niedrigen Ölpreis den durch eine Verunsicherung der Verbraucher ausgelösten hohen Modernisierungsstau in diesem Segment verantwortlich.

Biomassekessel verzeichneten hingegen wegen des niedrigen Ölpreises und den vergleichsweise hohen Investitionskosten Markteinbußen von 18 Prozent. Der Absatz von Wärmepumpen litt unter den hohen Strompreisen (57.000 abgesetzte Geräte, minus zwei Prozent). Die Solarthermie holte im letzten Quartal 2015 zwar auf, schloss allerdings aufs Jahr gesehen mit einem Minus von zehn Prozent ab.

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