Berliner ImpulsE

21.04.16 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Metastudie der Prognos AG zu Erneuerbaren Energien

Energiewende: Einspeisen von Stromüberschüssen in Wärmeversorgung und Verkehr

Eine Metastudie der Prognos AG über 25 Studien, die sich mit den Wechselwirkungen des Strom-, Wärme- und Verkehrssektors in Deutschland beschäftigen, bekräftigen die zukünftig führende Rolle von Sonne und Wind als Stromerzeuger. Überschüssiger Strom aus Erneuerbaren Energien könnte demnach bald in den Wärme- und Verkehrssektor einfließen.

Die Umsetzung der Energieszenarien, die in den Studien entworfen wurden, würde bedeutende Vorteile schaffen: Die Bereiche Wärmeversorgung und Verkehr könnten teilweise dekarbonisiert werden und die Sektorenvernetzung könnte  weiterhin die gesamte Energiewende voranbringen und für mehr Klimaschutz und Flexibilität im Energiesystem sorgen.

Ihre Bedeutung gewinnen die Studien auch mit Blick auf die anstehende Zeichnungsphase des 2015 verhandelten Weltklimavertrags und das groß Ziele der Energiewende, bis Mitte des Jahrhunderts Klimaneutralität erreicht zu haben. Sie legen die Potenziale von Sektoren offen, in denen der Wandel von fossilen Energieträgern auf Erneuerbare Energien noch nicht mit Nachdruck umgesetzt wurde.  Entgegen der Auffassung der Erzeugung von ‚Wegwerfstrom‘ aus Erneuerbare-Energien-Anlagen können Überschüsse, vor allem aus Windenergie- und Photovoltaikanlagen, in Wärmeversorgung und Verkehr eingespeist werden.

Anwendung kann Strom zukünftig im Wärmebereich in elektrischen Wärmepumpen und in Power-to-heat-Konzepten finden, wie der Einspeisung von Strom in Wärmenetze. Im Verkehr kann Strom für Elektrofahrzeuge oder für die Produktion strombasierter Brenn- und Kraftstoffe genutzt werden.

Die Metaanalyse „Flexibilität durch Kopplung von Strom, Wärme & Verkehr“ des Beratungsunternehmens Prognos wurde von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) in Auftrag gegeben.

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