Berliner ImpulsE

09.05.16 Nachricht Energie- und Klimapolitik Berlin

Energie- und CO2-Bilanz in Berlin 2013

Berliner Energieverbrauch und CO2-Emissionen trotz Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum konstant

Die am 9. Mai vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vorgelegte Berliner Energie- und CO2-Bilanz für das Jahr 2013 zeigt einen um 1,5 Prozent gesunkenen Endenergieverbrauch (EEV) und konstante CO2-Emissionen (Verursacherbilanz) gegenüber dem Jahr 2012. Gegenüber dem Basisjahr 1990 hat Berlin eine CO2-Minderung um 29,1 Prozent erreicht. Viele Bundesländer streben eine CO2-Minderung um 25 Prozent erst für 2020 an.

Der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Andreas Geisel: "Die Berliner Bilanz 2013 zeigt, dass Berlin auf dem richtigen Weg ist. Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum haben nicht zu den zu erwartenden Steigerungen der CO2-Emissionen geführt. Aber es zeigt sich auch, dass es weiterer Anstrengungen für mehr Klimaschutz bedarf. Schlüsselfaktoren für die Erreichung der im Berliner Energiewendegesetz verankerten Klimaschutzziele sind die Senkung des Wärmeverbrauchs von Gebäuden, ein konsequenter Wechsel zu emissionsärmeren Energieträgern und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Reduktion der Emissionen aus dem Verkehrssektor. Die hierzu erforderlichen Maßnahmen wird meine Verwaltung in dem Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK) noch in diesem Quartal dem Senat zur Beschlussfassung vorlegen."

Prozentual fallen die Veränderungen der CO2-Emissionen vor allem in den Bereichen Verkehr (+3,5 Prozent) und Verarbeitendes Gewerbe (-8,0 Prozent) am höchsten aus. In absoluten Zahlen haben die Emissionseinsparungen im Sektor Verarbeitendes Gewerbe den Anstieg im Verkehrsbereich kompensiert. Der EEV, insbesondere für Gas (-9,0 Prozent) und Fernwärme (-3,8 Prozent), nahm trotz eines mit 2012 vergleichbaren Winters leicht ab. Leicht zugenommen hat der EEV von Braunkohle und Mineralölen, bei gleichzeitiger geringfügiger Abnahme der Wärme- und Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung. Somit konnte sich der um 3,1 Prozent gesunkene EEV im Sektor Haushalte, Gewerbe, Dienstleistungen nicht vollständig in einer Abnahme der CO2-Emissionen niederschlagen. Die positive Entwicklung der erneuerbaren Energien setzt sich hingegen weiter fort. Der Anteil der erneuerbaren Energien am EEV nahm im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent zu. Ihr Anteil am Gesamtprimärenergieverbrauch betrug jedoch nur 3,7 Prozent.

Insgesamt ist es erfreulich, dass sich die positive Gesamtwirtschaftsentwicklung Berlins (+2,6 Prozent) und der Bevölkerungsanstieg (+1,4 Prozent bzw. rund 46.000 Einwohner) gegenüber 2012 nicht in einem erhöhten EEV und CO2-Ausstoß widerspiegeln.

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