Berliner ImpulsE

31.05.16 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Wohnungswirtschaft warnt

GdW sieht Mieterstromprojekte in Gefahr

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. befürchtet, dass die Bundesregierung mit ihren aktuellen Plänen zur EEG-Novelle die Mieterstrommodelle abschafft, mit denen sich Mieter aktiv am Klimaschutz im Gebäudebereich beteiligen können.

Aktuell gibt es laut GdW drei große Hürden für Mieterstromprojekte:

  • So werden erstens mit dem Entwurf der EEG-Novelle Mieterstrom und Eigenversorgung erneut nicht rechtlich gleichgestellt, obwohl beide Modelle technisch das Gleiche sind. Mieter könnten nicht vom günstigeren Strom vom Dach oder aus dem Keller profitieren und seien Zuzahler statt Teilhaber bei der Energiewende.    
  • Zweitens werden Wohnungsunternehmen, die Strom aus erneuerbaren Energien lokal erzeugen wollen, steuerlich benachteiligt, da die eigentlich gewerbesteuerbefreite Vermietungstätigkeit gewerbesteuerpflichtig wird, sobald sie den erzeugten Strom ins allgemeine Netz einspeisen oder den Mietern zur Verfügung stellen.
  • Drittens würde die geplante Stromsteuer im Zuge der Novelle die dezentrale Stromerzeugung verteuern und den zukünftigen Ausbau von Mieterstromprojekten erheblich erschweren.

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