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23.06.16 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Einführung von intelligenten Messsystemen

Bundestag beschließt Gesetzesentwurf zur Digitalisierung der Energiewende

Der Deutsche Bundestag hat mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verabschiedet. Damit wird für viele Verbraucher die Umrüstung auf digitale Stromzähler verpflichtend.

Bis zum Jahr 2032 sollen mechanische Stromzähler durch elektronische Zähler ersetzt und die Haushalte in Deutschland im großen Stil mit intelligenten Messsystemen ausgestattet werden. Verpflichtend ist der Umbau ab einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 kWh. Die übrigen Haushalte sollen ab 2020 umgerüstet werden. Dabei gilt eine Preisobergrenze von 100 Euro, die privaten Verbrauchern jährlich entstehen können. 

Die Fristen für die Umrüstung variieren je nach Stromverbrauch und beginnen für Verbraucher mit mehr als 100.000 kWh Jahresverbrauch ab 2017 bis 2032. Zwischen 2020 bis 2028 müssen Verbraucher mit einem Jahresstrombedarf zwischen 6.000 bis 10.000 kWh mit Smart Metern ausgestattet sein.

Für den Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) geht der Beschluss in wesentlichen Punkten an den Forderungen der Verteilnetzbetreiber vorbei. Den Plan, die Bilanzierungsaufgabe den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) zu übertragen, kritisiert der VKU als nicht zielführend, unnötig und zudem viel zu teuer. Die ÜNB müssten neue Strukturen aufbauen, und das parallel zu den bereits existierenden IT-Systemen der Verteilnetzbetreiber.

Auch der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. fordert, dass die Verteilnetzbetreiber die Verantwortung für den Betrieb aller 43 Mio. Messstellen in Deutschland behalten sollen. Er begrüßt allerdings andere Punkte wie den flexibel gestalteten Rollout.

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