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06.07.16 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Jahresumfrage Energiegenossenschaften

Weniger Energiegenossenschaften in 2015 gegründet

Im Jahr 2015 wurden nur 40 Energiegenossenschaften neu gegründet. Das sind 25 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Das zeigt die Jahresumfrage Energiegenossenschaften des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV).

Bei den ersten vier Ausschreibungsrunden für Photovoltaik-Freiflächenanlagen entfielen lediglich 0,22 Prozent der bezuschlagten Gebote (mit Blick auf die installierte Leistung) auf Energiegenossenschaften. Entsprechend kritisch wird nun die Einführung von Ausschreibungen für Windenergie durch das EEG 2016 gesehen – trotz der vom Gesetzgeber vorgeschlagenen Bürgerenergieregel. Das grundsätzlich höhere Risiko für kleine Akteure wie Bürgerenergiegenossenschaften wird dadurch nicht vermieden, sondern noch vergrößert, warnt der DGRV.

Positiv sieht der DGRV hingegen die Entwicklung bei den Nahwärmegenossenschaften: Hier sind 145 Genossenschaften gegründet worden, mehr als 50 allein in den vergangenen drei Jahren. Da 65 Prozent der Wärmegenossenschaften eine Biogasanlage als Hauptwärmequelle haben, hält der Verband perspektivisch eine Anschlussförderung für diese Anlagen für erforderlich.

Eine ergänzende Blitzumfrage der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) unter den von ihr ausgezeichneten Energie-Kommunen hat gezeigt, dass sich zwei von drei Vorreiterkommunen innerhalb der vergangenen zwölf Monate verstärkt im Bereich Nahwärmenetze engagagiert haben. 

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