Berliner ImpulsE

05.09.16 Zeitschrift Energie- und Klimapolitik Berlin

Machbarkeitsstudie für zwei Quartiere in Berlin Wilmersdorf-Charlottenburg

Innovatives Wärmekonzept für Eichkamp und Heerstraße

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde für die beiden Quartiere Eichkamp/Heerstraße in Berlin Wilmersdorf-Charlottenburg ein quartiersbezogenes Energiekonzept erarbeitet. Das Projekt ist eines von fünf Pilotvorhaben im Rahmen des Strategieprojekts WärmwendeZwanzig20 des Forums Wärmewende des BMBF. Initiatoren sind die beiden Siedlungsvereine Eichkamp und Heerstraße, die für die zukünftige Realisierung eine Bürgerenergiegenossenschaft gründen wollen. Mit der Machbarkeitsstudie waren die DSK – Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft sowie die infas enermetric Consulting beauftragt.

Die Studie betrachtet verschiedene Konzeptvarianten auf Quartiers-, Insel- und Nachbarschaftsebene, die alle technisch umsetzbar und wirtschaftlich sind. In allen Varianten ist die Wärmeversorgung aus BHKW (ca. 25 Prozent des Wärmebedarfs) und Geothermieanlagen (ca. 75 Prozent des Wärmebedarfs) geplant. Der in den BHKW erzeugte Strom wird für den Betrieb von Netzpumpen, Geothermieanlagen und Wärmepumpen genutzt. Neben der Verlegung von Wärmenetzen ist dazu auch die Verlegung eines eigenen Stromnetzes geplant. Um wettbewerbsfähige Wärmepreise zu erzielen gilt es, in den Versorgungsgebieten möglichst viele Haushalte zum Anschluss zu begeistern. Hierzu erfolgte eine intensive Einbindung der Bewohner in den Erstellungsprozess. Weiterhin sind idealerweise Fördermittel einzuwerben sowie benachbarte öffentliche Gebäude und Sportstätten mit zu versorgen.

Besonders innovativ ist die Versorgung mit Wärme aus Geothermieanlagen über Kaltnetze (circa 12°C Vorlauftemperatur). Das Vorlauftemperaturniveau der Gebäude wird dabei über Wärmepumpen erzielt.

Der Bezirk hat das Projekt von Anfang an unterstützt und dies kürzlich auch mit einem Beschluss bestätigt.

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