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01.09.16 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Europäische Kommission

EU-Referenzszenario 2016 veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat das EU-Referenzszenario für das Jahr 2016 aktualisiert. Darin beschreibt die Kommission Entwicklungen im Energie- und Transportsektor sowie bei den Treibhausgasemissionen auf EU-Ebene und der Ebene der Mitgliedsstaaten und projektiert die Erkenntnisse bis zum Jahr 2030.

Im Szenario berücksichtigt sind globale Tendenzen, Trends innerhalb der EU sowie bereits beschlossene Politikmaßnahmen der EU und seiner Mitgliedstaaten. Maßnahmen, die politisch beschlossen, aber rechtlich noch nicht umgesetzt wurden, haben keinen Eingang in die Erstellung des Szenarios gefunden.

Das EU-Szenario trifft Aussagen zu verschiedenen Themen wie zur Entwicklung der Energieproduktion, Importabhängigkeit, Stromerzeugung, Energieeffizienz, dem Strom-Mix und anderen Aspekten der Energiewirtschaft. Unter anderem legt das Szenario dar, dass:

  • die Energieeffizienz gesteigert werde (um 18,4 Prozent im Jahr 2020 und um 23,9 Prozent in 2030 im Vergleich zum Baseline-Szenario 2007) und die Entkopplung von Bruttoinlandsprodukt und Energienachfrage fortgesetzt werde;
  • die Produktion von fossilen Brennstoffen in der EU stark zurückgehe, die Importabhängigkeit der EU jedoch nur leicht steige, da der Produktionsrückgang durch den Ausbau von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz kompensiert werden könne;
  • die Stromerzeugung der EU sich deutlich zugunsten der erneuerbaren Energien verschiebe, wobei auch die Menge an Gas in der Stromerzeugung im Jahr 2030 größer sein werde als 2015;
  • die Treibhausgasminderungen in der EU 26 Prozent im Jahr 2020 betragen werden, 35 Prozent im Jahr 2030 und 48 Prozent im Jahr 2050 (jeweils im Vergleich zum Jahr 1990);
  • der Strompreis auf dem Endkundenmarkt im Jahr 2030 um 18 Prozent und bis zum Jahr 2040 um 20 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010 steigen und anschließend wieder leicht fallen wird.

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