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08.09.16 Nachricht Forschung & Innovationen

McKinsey-Studie

Energiewende-Index zeichnet konträres Bild

Laut Energiewende-Index von McKinsey & Company, Inc. sind manche Ziele der Energiewende weit über Plan, andere hingegen fast nicht mehr zu erreichen.

Für sieben der insgesamt 15 untersuchten Kennzahlen bleibt das Erreichen der Ziele „realistisch“, bei den meisten mit steigender Tendenz. Lediglich der Ausbau der Photovoltaik entwickelt sich wegen der geringeren staatlichen Förderung leicht rückläufig. Der Ausbau der Transportnetze kommt kaum voran, hier besteht weiterhin Anpassungsbedarf.

Für sieben Indikatoren ist eine Zielerreichung nach der Analyse unrealistisch – mit Tendenz zu weiterer Verschlechterung. Dazu gehören die Aspekte Ausstoß von CO2-Äquivalenten und Höhe der EEG-Umlage, über die jährlich zum 15. Oktober neu entschieden wird.

Zu den massivsten Veränderungen im Index zählt der starke Anstieg der Kosten durch Netzeingriffe. Durch immer häufigere Redispatch-Maßnahmen haben sich die Kosten auf zuletzt 403 Mio. Euro mehr als verdoppelt, so McKinsey.

Die Strompreise liegen hierzulande 42,1 Prozent über dem europäischen Durchschnitt, beim Industriestrom sind es rund 20 Prozent.

Der Primärenergieverbrauch ist im Analysezeitraum konjunkturbedingt um 2,3 Prozent angestiegen, der Stromverbrauch nur leicht gesunken. Mit zuletzt 925 Mt ist der CO2-Ausstoß von seiner 2020-Zielmarke (750 Mt) weit entfernt.

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