Berliner ImpulsE

09.09.16 Nachricht Energie- und Klimapolitik Berlin

Bereits 800 Berliner Haushalte nehmen teil

Stromspar-Check für Kommunen

Energiekosten sparen und die Umwelt schützen: Das wollen immer mehr Berliner Haushalte mit geringem Einkommen. Seitdem das Projekt Stromspar-Check Kommunal in der Hauptstadt angelaufen ist, haben bereits 800 Haushalte daran teilgenommen und Soforthilfen zum Energiesparen in den eigenen vier Wänden erhalten. Das entlastet die Haushaltskasse im Schnitt um 139 Euro pro Jahr. 93 Haushalte haben zudem ihr Kühlgerät gegen ein hocheffizientes Modell der Klasse A+++ eingetauscht – dadurch bleiben bei den Teilnehmenden weitere 92 Euro im Jahr mehr im Geldbeutel.

Aber nicht nur in Berlin werden beim Stromspar-Check Kommunal Menschen mit geringem Einkommen unterstützt. Bis 2019 sollen bundesweit 125.000 Bürgerinnen und Bürger in rund 160 Städten und Gemeinden über Einsparmöglichkeiten informiert werden und Soforthilfen – wie etwa schaltbare Steckerleisten oder energieeffiziente Leuchtmittel – zum Energie- und Wassersparen erhalten. Durch die geringeren Sozialausgaben profitieren auch die Kommunen: Rund 109 Euro pro Check werden durch die Reduktion von Wasser- und Heizenergieverbrauch allein im Berliner Raum erwartet.

Seit 2009 haben mehr als eine halbe Million Menschen mit geringem Einkommen am Stromspar-Check (SSC) des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbands der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) teilgenommen und so ihre Energiekosten deutlich reduziert. Im April 2016 startete das Projekt Stromspar-Check Kommunal mit einer neuen Ausrichtung und kommunalem Schwerpunkt. Ziel ist und bleiben Vor-Ort-Beratungen durch zu Stromsparhelfern geschulte langzeitarbeitslose Menschen. Beim Beratungstermin in der Wohnung installieren diese auch die Soforthilfen je nach Bedarf und prüfen, ob der Haushalt die Kriterien für einen Gutschein zur Anschaffung eines neuen, hocheffizienten Kühlgeräts erfüllt. Das BMUB fördert den SSC Kommunal im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit rund 30 Millionen Euro.

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