Berliner ImpulsE

14.09.16 Nachricht Energie- und Klimapolitik International

Niedrige Erwartungen an Klimaabkommen

Emissionshandels-Unternehmen zeigen sich wenig optimistisch

Laut CO2-Barometer von der KfW Bankengruppe und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) haben deutsche Unternehmen, die am EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS) teilnehmen, niedrige Erwartungen an die Wirksamkeit des Abkommens der UN-Klimakonferenz von Paris im Jahr 2015.

Rund 60 Prozent der Unternehmen gehen nicht von einer nachhaltigen globalen Reduzierung von Treibhausgasemissionen als Folge des Abkommens aus. Auch für die eigene Wettbewerbsfähigkeit, für Beschäftigung oder Standortentscheidungen erwartet die Mehrheit keine Auswirkungen.

Die meisten Unternehmen rechnen jedoch nach dem drastischen Preisverfall der vergangenen Monate wieder mit etwas steigenden Preisen für CO2-Zertifikate. Die Anreize des EU-EHS zur Emissionsreduzierung durch höhere Zertifikatspreise bleiben allerdings gering. 76 Prozent der befragten Unternehmen geben zwar an, Maßnahmen zur Vermeidung von Treibhausgasen unternommen zu haben ‒ jedoch zumeist aus Gründen der Prozessoptimierung oder zur Reduzierung von Rohstoff- und Energiekosten. Nur für rund 15 Prozent der Unternehmen ist die Emissionsreduzierung Hauptgrund für entsprechende Investitionen.

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