Berliner ImpulsE

25.10.16 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Internationale Energieagentur

IEA korrigiert ihre Prognose für Erneuerbare deutlich nach oben, weltweite Energieeffizienz steigt

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose zum weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien in den kommenden fünf Jahren gegenüber ihrer Schätzung vom vergangenen Jahr um 13 Prozent erhöht. Im Halbjahresreport Erneuerbare Energien geht die IEA nun für das Jahr 2021 von einem Ökostromanteil von weltweit 28 Prozent aus. 2015 lag der Anteil bei 23 Prozent. Zudem hat die IEA mit dem Halbjahresreport Energieeffizienz einen Bericht zur Entwicklung der weltweiten Energieeffizienz vorgelegt.

Als Grund für die Kurskorrektur im Bereich der erneuerbaren Energie gibt die IEA an, dass Staaten wie die USA, China, Indien und Mexiko die Energiewende inzwischen deutlich stärker unterstützen und die Kosten im Prognosezeitraum erheblich sinken werden: um ein Viertel bei der Solarenergie und um 15 Prozent bei Onshore-Windenergie.

Das vergangene Jahr sieht die IEA als Wendepunkt für die Erneuerbaren. Vor allem Dank Wind- und Sonnenenergie entfiel auf sie mit 153.000 MW installierter Leistung mehr als die Hälfte aller neuen Kraftwerkskapazitäten. Die Prognosen der IEA waren in der Vergangenheit häufig kritisiert worden: Sie schätze das Potenzial der Erneuerbaren als zu niedrig und die Kosten zu hoch ein.

Nach Angaben der IEA in ihrem Halbjahresreport Energieeffizienz ist 2015 die weltweite Energieintensität um 1,8 Prozent gesunken, während in den Jahren zuvor die durchschnittliche Änderungsrate nur ein Drittel betragen habe. Die Senkung der Energieintensität habe stattgefunden, obwohl seit Mitte 2014 die Ölpreise abgestürzt seien. Ohne die umgesetzten Energieeffizienzmaßnahmen der letzten Jahre, rechnet die IEA vor, läge der Energieverbrauch um 12 Prozent über dem heutigen Wert.

Die Publikation vergleicht unter anderem Politikmaßnahmen in ihrer Auswirkung für mehr Energieeffizienz und überprüft die Rezepte, die zu deren Erfolg geführt haben. Des Weiteren fragt die Ausgabe, ob die Maßnahmen zur Steigerung von Energieeffizienz ihre Wirkungen schnell genug entfalten, um die Klimaziele erreichen zu können.

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