Berliner ImpulsE

30.11.16 Nachricht Energie- und Klimapolitik International

Neues Einsparziel der EU

EU-Kommission legt Energie-„Winterpaket“ vor

Die EU-Kommission schlägt vor, ein verbindliches CO2-Einsparziel von 30 Prozent statt den bisher geplanten 27 Prozent im Vergleich zu 1990 festzulegen. Erreicht werden soll dies unter anderem durch eine höhere Energieeffizienz. Mit dem von der EU-Kommission vorgelegten „Winterpaket“ sollen die Klimaziele der Europäischen Union bis 2030 erreicht werden.

Im Rahmen des Energiepakets sollen die erneuerbaren Energien stärker dem freien Wettbewerb ausgesetzt werden. Zudem sollen energieeffizientere Geräte, neue Technik und besser gedämmte Häuser Verbrauchern beim Energiesparen helfen. Nach ihren Berechnungen könnten durch mehr Energieeffizienz 400.000 zusätzliche Jobs geschaffen werden.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) begrüßt die Vorschläge der EU-Kommission als einen logischen Schritt auf dem Weg zu einem funktionierenden EU-Energiebinnenmarkt. 

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) lobt die „disziplinierende Wirkung“ des Winterpakets, mit dem die EU auf den Ausbau erneuerbarer Energien setze, gleichzeitig aber deren Integration in den Strommarkt anmahne.

Demgegenüber befürchtet der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) Rückschritte bei der deutschen Energiewende durch die europäischen Vorgaben. Auch der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) kritisiert, dass die EU-Kommission mit ihren Vorschlägen die europäische Energiewende verlangsamt.

Weiterführende Informationen

‹ zurück