Berliner ImpulsE

27.12.16 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Intelligente Messsysteme noch weitgehend unbekannt

Smart Meter: Unwissende Verbraucher

Smart Meter sind vielen Verbrauchern nach wie vor unbekannt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der GfK SE im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V. (vzbv). Demnach haben 68 Prozent bislang noch nie von Smart Metern, die ab diesem Jahr schrittweise eingeführt werden, gehört. Nur acht Prozent der Befragten wissen genau, was ein intelligentes Strommessgerät ist.

Verpflichtend ist der Einbau ab 2017 für Haushalte und Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10.000 kWh und Haushalte mit großen Photovoltaikanlagen.

Ab 2020 benötigen auch Haushalte mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 kWh ein intelligentes Messsystem und sollen dafür maximal 100 Euro im Jahr bezahlen. Für Haushalte mit einem geringeren Verbrauch ist der Einbau freiwillig. Allerdings werden auch diese Haushalte zwangsweise mit Smart Metern ausgerüstet, wenn es ihr Vermieter oder zuständiger Messstellenbetreiber will.

Der vzbv weist darauf hin, dass der Smart Meter-Einbau allein nicht zu mehr Energieeffizienz führt, sondern erst eine Verhaltensänderung. Er kritisiert, dass es die dafür wichtigen versprochenen variablen Tarife bislang nicht gibt. Zudem mahnt der Verband an, dass die sehr hohen technischen Sicherheitsvorgaben der neuen Systeme auch eingehalten werden müssen.

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