Berliner ImpulsE

06.01.17 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Ungleiche Energiebilanz der Agora Energiewende

Energiewende 2016: Agora Energiewende zieht gemischte Bilanz

Der Kohle- und Stromverbrauch ist 2016 gesunken und Erneuerbare-Energien-Anlagen lieferten mit einem Anteil von 32,3 Prozent so viel Strom wie nie zuvor. Doch die Gesamt-Klimagasemissionen Deutschlands sind abermals gestiegen. Der Thinktank Agora Energiewende zieht deshalb eine gemischte Bilanz der Energiewende in 2016.

Die Strompreise für Haushalte werden zudem 2017 erstmals die Marke von 30 Cent pro kWh überspringen und die für 2020 gesetzten Ziele für Klimaschutz und Energieeffizienz sind nur noch mit einer großen zusätzlichen Kraftanstrengung zu erreichen, heißt es in der Jahresauswertung von Agora Energiewende.

Erdgaskraftwerke produzierten gut ein Viertel mehr Strom als im Vorjahr. Mit einem Anteil von 12,1 Prozent am Erzeugungsmix lieferten sie fast so viel Strom wie Atomkraftwerke (13,1 Prozent).

Der 2014 begonnene Rückgang der Kohleverstromung hält weiter an und die CO2-Emissionen des Stromsystems gingen 2016 leicht zurück auf 306 Mio. t (-1,6 Prozent gegenüber 2015). 

Demgegenüber sind die Gesamt-Treibhausgasemissionen Deutschlands von 908 auf 916 Mio. t gestiegen (+0,9 Prozent), da in den Sektoren Industrie, Wärme und Verkehr kaum Klimaschutz stattfindet, kritisiert Agora Energiewende.

Für die rund 50-seitige Analyse „Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2016“ hat Agora Energiewende zahlreiche öffentlich zugängliche Daten analysiert und miteinander in Zusammenhang gesetzt. Die Publikation steht auf der Internetseite der Agora Energiewende kostenfrei zur Verfügung.

Weiterführende Informationen

‹ zurück