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04.01.17 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Energieverbrauch 2016 gestiegen

AG Energiebilanzen veröffentlicht Jahresbericht 2016

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2016 auf 13.427 PJ oder 458,2 Mio. t SKE gestiegen. Das entspricht einem Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das schreibt die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) in ihrem Jahresbericht für 2016.

Nach Berechnungen der AG Energiebilanzen beruht der Zuwachs auf dem Einfluss der gegenüber dem Vorjahr kälteren Witterung sowie auf dem Schalttag in 2016, der anhaltend positiven wirtschaftlichen Entwicklung und dem Bevölkerungszuwachs. Ohne den Einfluss der Witterung wäre der Energieverbrauch gegenüber dem Vorjahr nur um etwa ein Prozent gestiegen.

Gedämpft wurde der Verbrauchsanstieg durch weitere Verbesserungen bei der Energieeffizienz, so die AG Energiebilanzen. 

Verbrauchszuwächse gab es bei Erdgas (+10 Prozent) und Mineralöl (+1,8 Prozent) sowie bei den erneuerbaren Energien (+2,9 Prozent). Rückläufig waren Kernenergie (–7,4 Prozent) sowie Steinkohle (–4 Prozent) und Braunkohle (–2,6 Prozent).

Die energiebedingten CO2-Emissionen werden nach ersten Schätzungen aufgrund des höheren Erdgas- und Mineralölverbrauchs um 0,9 Prozent steigen. Bereinigt um den Witterungseinfluss und den Schalttag beträgt die Zunahme beim CO2-Ausstoß nur 0,6 Prozent.

Der Energiemix in Deutschland wird weiterhin vom Mineralöl (34 Prozent) geprägt. Erdgas deckt jetzt knapp 23 Prozent des Verbrauchs, Steinkohle gut 12 Prozent und Braunkohle rund 11 Prozent. Die erneuerbaren Energien steigerten ihren Anteil auf 12,6 Prozent.

Deutlich erhöht hat sich 2016 der Ausfuhrüberschuss beim Stromaußenhandel. Grund sind ungeplante Einbußen der französischen Stromerzeugung durch Bezüge aus Deutschland.

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