Berliner ImpulsE

13.01.17 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Emissionsminderung im Stromsektor

UBA-Studie zeigt Optionen für weniger Kohlestrom

Laut einer Studie des Umweltbundesamtes (UBA) muss zur Erreichung des Klimaschutzziels der Energiewirtschaft die Erzeugung von Braun- und Steinkohlekraftwerken bis 2030 um mehr als die Hälfte gegenüber 2014 reduziert werden.

Untersucht wurden sechs verschiedene Instrumente zur Emissionsminderung im Stromsektor, die das Klimaziel aus dem Klimaschutzplan 2050 – eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen der Energiewirtschaft bis 2030 um 50 Prozent gegenüber 2014 – erreichen.

Laut UBA lassen sich alle Vorschläge national umsetzen, müssen aber durch eine Verschärfung des europäischen Emissionshandels flankiert werden. Die Strompreiserhöhungen fallen demnach moderat aus. Zu erwarten seien bei den Großhandelspreisen maximal 0,2 Cent mehr pro kWh.

Ein laut der UBA-Studie insgesamt robuster Weg wäre die Stilllegung von Braun- und Steinkohlekraftwerken (Option 1 oder 2), der zudem eine hohe europäische Emissionsminderung erreicht. 

Ein nationaler CO2-Preisaufschlag (Option 3) reduziert laut Studie primär die Stromerzeugung aus Erdgas- und Steinkohlekraftwerken in Deutschland und ist mit Blick auf die Kraftwerkseinsatzkosten das günstigste Instrument.

Kraftwerksstilllegungen und die Begrenzung der Volllaststunden (Option 4) mindern vor allem den CO2-Ausstoß der Braunkohlekraftwerke. Ein Kapazitätsmanagement von Braun- und Steinkohlekraftwerken – Formen der Stromerzeugung, die besonders klimaschädlich seien – habe Vorteile, da dadurch eine hohe europäische Emissionsminderung erreicht werde und diese robust gegenüber externen Entwicklungen sei.

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