Berliner ImpulsE

17.01.17 Nachricht Bauen und Wohnen

Energieeffizienzlücke bei Gebäudesanierungen

Energetische Sanierung: Nutzerverhalten entscheidend

Bei energetischen Modernisierungen von Nichtwohngebäuden liegen die Energiekosten in vielen Fällen schätzungsweise 20 Prozent über der Kalkulation, gar nicht so selten sogar über 100 Prozent. Diese Einschätzung vertritt Frank Scheffler vom Forschungsprojekt Forschung EnergieEffizienzLücke (FEEL) in einem Interview mit Springer Professional.

Die Menge der Energieeffizienzlücke, also des unerwünschten und oft unerwarteten Mehrverbrauchs, ist laut Scheffler sehr gebäudespezifisch. Als wichtigen Mitverursacher sieht er das energiekritische Nutzerverhalten, also das energetisch unsachgemäße inklusiv verschwenderische Verhalten eines Gebäudenutzers.

Die Forschergruppe hat eine Cockpitsteuerung entwickelt, die über die technikfokussierte Sichtweise des üblichen Energiemanagements hinausgeht und bei der energetischen Optimierung von Nichtwohngebäuden helfen soll. Es berücksichtigt die Baukonstruktion, Technische Gebäudeausrüstung, Informationstechnik, Gebäudeleittechnik, die Organisation sowie das Nutzerverhalten.

Gezeigt hat sich laut Scheffler dabei bereits, dass die energetischen Auswirkungen der Aktivitäten von Menschen in Gebäuden allzu lange stiefmütterlich behandelt wurden und hier großes Optimierungspotenzial besteht. 

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