Berliner ImpulsE

08.02.17 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

„Wärmemarkt 2050“-Studie der Initiative Zukunft Erdgas

CO2-Sparziele sind erreichbar

Die Initiative Zukunft Erdgas benennt in ihrer Studie „Wärmemarkt 2050“ die mögliche Realisierung der CO2-Sparziele von 80 Prozent bis 2050. Dabei stand für die Studienautoren besonders die Bezahlbarkeit der Maßnahmen im Vordergrund. Die angestrebte Reduktion von Kohlenstoffdioxid könne durch die Steigerung des Anteils von regenerativen Gasen auf 35 Prozent erreicht werden. Das besonders CO2-intensive Heizöl hingegen werde im zukünftigen Wärmemarkt an Bedeutung verlieren.

In der im Rahmen der E-World vorgestellten Studie wird zudem die zukünftig bestehende übergeordnete Bedeutung gasbasierter Heizungen betont. Mit einem Marktanteil von 55 Prozent werde Erdgas auch 2050 als bezahlbarer und klimaschonender Energieträger eine wesentliche Rolle im Energiemix einnehmen.

Notwendig für das Erreichen des 80-Prozentziels seien aber auch eine Einführung hocheffizienter Gastechnologien wie der Brennstoffzelle sowie die Option der Beimischung von regenerativem Erdgas. Bereits 2030 könne der Anteil synthetischen Gases aus Power-to-Gas-Verfahren bei 30 sowie der Anteil von Biomethan bei fünf Prozent liegen. Flankiert werde diese Entwicklung durch eine weitere Verstärkung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und damit einer Reduktion im Energieverbrauch.

Erdgas sei wegen der innovativen Technologien wie der Brennstoffzelle schon heute gerüstet für den Wärmemarkt. Allerdings müssten auch die notwendigen energetischen Sanierungskosten bezahlbar bleiben. Es bedarf richtiger Anreize für Hauseigentümer, ihren Heizungsbestand zu modernisieren – nicht jedoch in der nach Ansicht von Zukunft Erdgas aktuell praktizierten Form einer „Zwangselektrifizierung“. Anderenfalls, bei ausufernden Kosten und geringem Klimaschutz, bekomme die Energiewende ein Akzeptanzproblem in der Bevölkerung.

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