Berliner ImpulsE

25.01.17 Nachricht Energie- und Klimapolitik Berlin

Schnellere Energiewende in Berlin

Wirtschaftssenatorin will Berlin zu einer „Referenzstadt für die Energiewende“ machen

Berlin will bei den Themen Energiewende und Klimaschutz deutlich das Tempo steigern. Das kündigte Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, beim traditionellen Neujahrsempfang der Berliner Energieagentur (BEA) an. Der neue Senat wolle den Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030 voranbringen und das neue Berliner Stadtwerk zügig zu einem „kraftvollen Akteur für die Energiewende und den Klimaschutz“ machen.

In ihrer Keynote vor 150 Gästen aus Politik und Wirtschaft betonte Pop, dass „die Berliner Energieagentur für den Senat und für mich als Senatorin ein wichtiger Partner bei unserem Ziel sein wird, Berlin zu einer Referenzstadt für die Energiewende zu entwickeln.“ Sie lobte die BEA für ihre Vorreiterrolle auf dem Gebiet des Klimaschutzes und der dezentralen Energieerzeugung.

BEA-Geschäftsführer Michael Geißler nutzte den traditionellen Empfang, um auf das 25jährige Bestehen des Unternehmens hinzuweisen. In seinem Rückblick betonte er, die BEA sei beim Thema dezentrale Erzeugung und Mieterstrom schon immer „der Zeit voraus“ gewesen. Dass Mieterstrom heute „in aller Munde ist“, sei begrüßenswert. Mieterstrom sei ein wichtiges Instrument, um mehr erneuerbare Energien in die Städte zu bekommen. Mit aktuell 65 Mieterstromprojekten in Berlin und Umland ist die BEA der deutschlandweit erfahrenste Akteur auf diesem Gebiet. Über 4.000 Wohn- und Gewerbemieter beziehen derzeit BEA-Kiezstrom aus einem Blockheizkraftwerk (BHKW) oder einer PV-Anlage der BEA.

Geißler kündigte an, dass sich die BEA in diesem Jahr verstärkt dem Themenfeld Smart City sowie neuen Technologien in der dezentralen Energieerzeugung vor Ort zuwenden werde. Bei dem Event wurde den Gästen auch der Neuzugang der BEA vorgestellt: Annegret Agricola tritt die Nachfolge von Oliver Zernahle an und wird die Bereichsleitung Contracting übernehmen.

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