Berliner ImpulsE

02.03.17 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

AGEB errechnet überproportionalen Anstieg der Erneuerbaren in 2016

Energieverbrauch 2016 angestiegen

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) hat den Jahresbericht Energieverbrauch in Deutschland 2016 veröffentlicht. Demnach stieg der Energieverbrauch im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,1 Prozent auf 13.383 Petajoule (PJ) an. Ursächlich für die AGEB sind die kältere Witterung, der zusätzliche Schalttag, die anhaltend positive wirtschaftliche Entwicklung sowie der Bevölkerungszuwachs. Erdgas und erneuerbare Energien wuchsen überproportional.

Der Zuwachs der energiebedingten CO2-Emissionen sei dabei mit 0,7 Prozent deutlich schwächer ausgefallen als der des Energieverbrauchs. Die Ursache dafür liegt für die AGEB in der Verschiebung der Energieerzeugung: einer Abnahme der Energieerzeugung mittels Stein- und Braunkohle stand eine größere Zunahme der Nutzung von Mineralöl und klimafreundlicherem Erdgas gegenüber.

Die Zunahme bei Erdgas lag im Vergleich zu 2015 bei 9,5 Prozent. Der Verbrauch betrug somit 2016 insgesamt rund 3.022 PJ. Ursächlich für den Verbrauchszuwachs war die kühlere Witterung, vor allem im letzten Quartal 2016. Auch der Mehreinsatz in bestehenden Kraftwerken (hauptsächlich in solchen mit Kraft-Wärme-Kopplung) und der Einsatz in neu ans Netz gegangenen Gaskraftwerken führten zu dem umfangreichen Anstieg 2016.

Die erneuerbaren Energien stiegen um rund drei Prozent an, vor allem Biomasse und Wasserkraft konnten ihren Anteil ausbauen. Der Mineralölverbrauch wuchs 2016 um rund 1,5 Prozent an, alle anderen Energieträger büßten Anteile ein. Der Verbrauch an Steinkohle sank um rund fünf Prozent, der von Braunkohle um knapp drei Prozent. Die Kernkraft reduzierte sich um fast acht Prozent.

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