Berliner ImpulsE

06.03.17 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Fehlender hydraulischer Abgleich

Die meisten Heizungen verschwenden Energie

Laut co2online gGmbH ließen sich in Deutschland jährlich 5,3 Mio. t CO2 vermeiden, wenn alle Heizanlagen richtig eingestellt würden. Tatsächlich ist das jedoch in den wenigsten Gebäuden der Fall. Berliner Heizungen schneiden mit einem durchwachsenen Ergebnis ab und landen im hinteren Mittelfeld, Heizungen in Brandenburg werden im Vergleich zur Hauptstadt etwas besser gewartet.

Wie die Auswertung der Daten von über 60.000 Gebäuden gezeigt hat, fehlt in rund 80 Prozent der deutschen Wohngebäude ein hydraulischer Abgleich. Der Anteil der optimierten Heizanlagen ist seit der letzten Auswertung vor fünf Jahren allerdings um rund fünf Prozent gestiegen.

Dabei bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Sachsen schnitt bei der Analyse mit 77 Prozent nicht optimal eingestellten Heizsystemen am besten ab, während Hamburg mit einem Anteil von 84 Prozent am schlechtesten dasteht. In Berlin fehlt in etwa 82 Prozent der Gebäude ein hydraulischer Abgleich, Brandenburg schneidet mit gut 80 Prozent besser ab.

Mit Hessen und Bremen stehen zwei westdeutsche Bundesländer auf den Plätzen zwei und drei – bei der ersten Auswertung im Jahr 2012 belegten die fünf ostdeutschen Bundesländer aufgrund vieler Neubauten und Modernisierungen nach der Wiedervereinigung die vorderen Plätze.

Durch das seit August 2016 bestehende bundesweite Programm „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ dürften sich die Quoten der Heizungsoptimierung in Ost wie West weiter verbessern. Bisher wurden jedoch erst gut 20.000 Anträge gestellt.

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