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22.03.17 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Umweltbundesamt warnt

Verkehrssektor gefährdet Klimaziele

Laut aktuellen Prognose-Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) wurden 2016 in Deutschland insgesamt fast 906 Mio. t Treibhausgase freigesetzt. Gegenüber 2015 entspricht das einem Anstieg um etwa 4 Mio. t.

Vor allem im Verkehrssektor sind die Emissionen gestiegen: gegenüber 2015 um 5,4 Mio. t oder 3,4 Prozent. Hauptursache dafür ist laut UBA, dass mehr Diesel getankt wurde und der Straßengüterverkehr um 2,8 Prozent gewachsen ist. Die Klimagasemissionen des Verkehrs liegen mittlerweile um zwei Mio. t 2 über dem Wert von 1990 und könnten damit wesentlich zum Verfehlen der Klimaschutzziele beitragen.

Die Temperaturentwicklung und der damit verbundene höhere Heizenergiebedarf führten auch bei Haushalten und anderen Kleinverbraucher zu einem Emissionsanstieg um 1,5 Mio. t (+1,7 Prozent). Hier machte sich neben kühlerer Witterung auch der zusätzliche Schalttag bemerkbar.

Im vergangenen Jahr wurde aufgrund der Preisentwicklung erstmals seit 2010 wieder mehr emissionsärmeres Erdgas eingesetzt, das andere fossile Energieträger ersetzte. Dadurch sanken die Kohlendioxid-Emissionen aus dem Sektor Energiewirtschaft trotz einer leichten Zunahme der Stromerzeugung. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern lag nur geringfügig über dem Niveau des Vorjahres. Die Stromerzeugung aus Windkraft und Photovoltaik ging witterungsbedingt sogar zurück.

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