Berliner ImpulsE

25.04.17 Nachricht Bauen und Wohnen

Unterschiedliche Beurteilungen der Erfolge

Zwischenbilanz des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen

Für Bundesbauministerin Barbara Hendricks ist das Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen ein Erfolgsmodell: Mit über 375.000 Baugenehmigungen wurden im vergangenen Jahr so viele Wohnungen genehmigt wie seit 1999 nicht mehr, sagt sie auf dem Bündnisforum. Hendricks geht davon aus, dass in dieser Legislaturperiode unterm Strich mehr als eine Mio. Wohnungen fertiggestellt werden. Der Bund stellt den Ländern jährlich 1,5 Mrd. Euro für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung.

Beim Bündnisforum wurde auch die Vereinbarkeit von Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit beim Wohnungsbau thematisiert. Im Rahmen einer Innovationspartnerschaft entwickelt das Bündnis innovative und wirtschaftliche Ansätze für eine technologieoffene Minderung von Treibhausgasen. So soll das gemeinsame Ziel eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050 erreicht und gleichzeitig ausreichend und bedarfsgerechter Wohnraum geschaffen werden.

Die BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland kritisiert, dass der Wohnungsbau insbesondere im mittleren und unteren Preissegment immer noch nicht ausreichend ist. Wenn Bauen und Wohnen bezahlbar bleiben soll, lassen sich Verschärfungen der EnEV 2016 nicht begründen, so die BID weiter. Notwendig seien praxisnahe, wirtschaftliche und transparente Förderinstrumente. Zudem sollten die Anforderungen an Gebäude und das Energieeinsparrecht auf Treibhausemissionen umgestellt werden.

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