Berliner ImpulsE

24.04.17 Nachricht Bauen und Wohnen

KfW zur aktuellen Förderstruktur

KfW Research: Wege zum klimaneutralen Gebäudebereich

Laut einer Kurzstudie von KfW Research wäre eine grundsätzliche Umstellung der zentralen Klimaschutzkriterien im Gebäudebereich weg vom Primärenergiebedarf hin zu den tatsächlichen Treibhausgaseinsparungen aus heutiger Sicht mit Anreizproblemen und Reibungsverlusten verbunden. Der Primärenergiebedarf hat sich bislang als zentrales Kriterium der Klimaziele im Gebäudebereich etabliert.

Wäre es aber für die Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebereichs bis 2050 vorteilhaft, diese Steuerungssystematik zu ändern? Die Kurzanalyse beschreibt, dass eine Umstellung von diesem Kriterium auf das Kriterium der tatsächlichen Treibhausgasemissionen aus heutiger Sicht mit negativen Folgen verbunden wäre.

Kleinere Verbesserungen sind jedoch denkbar, zum Beispiel umfangreichere Energieausweise. Allein eine bessere Sichtbarkeit von CO2-Emissionen und Energieverbräuchen könnte im Gebäudesektor zu klimafreundlicheren Entscheidungen führen, heißt es in der Studie.

Zusammenfassend stellt die Studie fest, dass die geltende Fördersystematik bereits an den Klimazielen ausgerichtet ist und hier deutliche Erfolge aufweisen kann. So werden über die Primärenergieanforderung indirekt auch die CO2-Emissionen reduziert (seit 1990 nahezu um die Hälfte).

Einen zweiten wesentlichen Faktor zum Gelingen der Energiewende stellt laut KfW Research die Nebenanforderung an die Gebäudehülle dar. Sie sollte deshalb beibehalten werden.

Schließlich wird die absolute Höhe der Energieeinsparung bereits ansatzweise berücksichtigt, da das Erreichen strengerer Effizienzhausstandards stärker gefördert wird.

Weiterführende Informationen

‹ zurück