Berliner ImpulsE

29.05.17 Nachricht Energie- und Klimapolitik International

Positive volkswirtschaftliche Leistungen aller G20-Staaten

OECD-Studie belegt Wachstumsschub durch Klimaschutz

Eine neue Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, dass eine Klimaschutzpolitik, die struktur- und fiskalpolitisch unterfüttert wird, sich auf die volkswirtschaftliche Leistung aller G20-Staaten positiv auswirkt. Unterlassener Klimaschutz führt hingegen zu Wachstumseinbußen, heißt es weiter in der Studie mit dem Titel „Investieren in Klimaschutz, investieren in Wachstum“.

Nur mit unverzüglichen Treibhausgasminderungen können laut Studie Wachstumseinbußen vermieden werden. Die kommenden zehn bis 15 Jahre seien dafür der Schlüsselzeitraum, da dann die Weichen für den Neubau und Umbau öffentlicher wie privater Infrastrukturen gestellt werden.

Auch ohne Klimaschutz sind dafür laut Studie bis 2030 rund 95 Billionen US-Dollar bzw. 6,3 Billionen US-Dollar pro Jahr erforderlich. Eine Ausrichtung auf die Pariser Klimaziele erfordere zwar pro Jahr etwa 0,6 Billionen US-Dollar mehr an Investitionen, diese würden jedoch allein durch daraus resultierende Treibstoffeinsparungen von etwa 1,7 Billionen US-Dollar pro Jahr kompensiert werden, so die Berechnungen der OECD.

Die Studie wurde vom Bundesumweltministerium (BMUB) unterstützt und im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft erstellt.

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