Berliner ImpulsE

20.09.17 Nachricht Bauen und Wohnen

Wärmemonitor 2016

Heizenergieverbrauch in Mehrfamilienhäusern in 2016 gestiegen

Verbrauch hoch – Kosten runter. So lassen sich die Ergebnisse des DIW Wärmemonitors 2016 zusammenfassen. Trotz vielfältiger politischer Bemühungen: Mehrfamilienhäuser wiesen 2016 in Deutschland einen um durchschnittlich zwei Prozent höheren Heizenergiebedarf als im Vorjahr auf.

Einen möglichen Grund für den witterungsbereinigten Anstieg sieht das DIW in den gesunkenen Energiepreisen, die in 2016 zu sechs Prozent geringeren Heizkosten führten. Trotzdem liegen die Heizkosten im Schnitt mit 563 Euro p.a. in der Größenordnung einer 13. Monatsnettokaltmiete.

Grundlage der Berechnungen des DIW sind Daten des Energiedienstleisters ista Deutschland GmbH, die auch eine regionale Differenzierung der Darstellung der Entwicklung von Verbrauch und Kosten zulassen. So war der Energieverbrauch 2016 im Osten Deutschlands rund fünf Prozent niedriger als im Westen. Die Wissenschaftler führen diese Unterschiede vor allem auf die Anfang der 1990er Jahre erfolgte Sanierungswelle in Ostdeutschland zurück. Auch im Süden Deutschlands wurde laut Wärmemonitor im vergangenen Jahr durchschnittlich weniger geheizt. Die Ursache dafür liege vor allem im höheren Neubaubestand.

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