Berliner ImpulsE

01.11.17 Nachricht Bauen und Wohnen

Borderstep-Studie ProSHAPE

Dezentrales Energiemanagement im mehrgeschossigen Wohnungsbau

Die Digitalisierung in Wohnungs- und Energiewirtschaft schreitet voran, bietet Effizienzgewinne und steigert den Komfort. Mit dem Projekt ProSHAPE@Connected Energy hat unter Koordination des Borderstep Instituts ein Konsortium aus Forschung und Unternehmen ein Konzept zur Umsetzung dezentraler Energieversorgung im Geschosswohnungsbau erarbeitet. Mit einem Steuerungsansatz und Geschäftsmodellen soll das dezentrale Energiemanagement auch im Quartier genutzt werden.

Das Projekt setzt auf intelligente Gebäudetechnik mit niedrigen Investitions- und CO₂-Vermeidungskosten und wird somit zu einer idealen Ergänzung zu baulichen Maßnahmen wie Dämmung oder neuen Fenstern. ProSHAPE nutzt neben Technik aus dem Hause Dr. Riedel Automatisierungstechnik auch ein Blockheizkraftwerk, das von der Berliner Energieagentur betrieben wird. Die Steuerung des Systems erstreckt sich auf drei Ebenen:

  • Ein Wohnungsmanager passt in den Wohnungen Ist- an die Solltemperaturen für jeden Raum an;
  • Ein Gebäudemanager steuert die zentrale Heizung und Warmwasser, basierend auf den aggregierten Daten aus den Wohnungen;
  • Ein Quartiermanager nutzt die aus Wohnungen und Gebäuden gewonnenen Daten und optimiert die Energienutzung im Quartier.

Der Energiemanager wurde in einem Quartier der Wohnungsbaugenossenschaft Zentrum in Berlin, Prenzlauer Berg umgesetzt. Die dortige Energieversorgung wurde zudem auf ein Nahwärmenetz umgestellt. Dazu gehören ein modulierendes Blockheizkraftwerk (34 kWel/78 kWth) für die Grundlast sowie die Stromversorgung der Bewohner und vier Spitzenlastkessel mit einer Gesamtleistung von 520 kW.

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