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17.11.17 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Statistisches Bundesamt

Primärenergieverbrauch 2016 leicht angestiegen

Auch 2016 wächst der Primärenergieverbrauch in Deutschland voraussichtlich weiter an. Nach jüngsten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (destatis) in Wiesbaden setzt sich damit der moderate Anstieg seit dem Tiefstand 2014 fort. Dennoch erreicht der aktuell geschätzte Verbrauch 2016 den viertniedrigsten Stand seit 1990 und ist seither um knapp zehn Prozent gesunken.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Primärenergieverbrauch im Zeitraum 2008 bis 2020 um 20 Prozent zu senken. Zwischen 2008 und 2016 war er aber nur um 6,5 Prozent gesunken, eine Erreichung der Ziele verlangt daher verstärkte Anstrengungen zu Energieeinsparungen.

Für den Gesamtenergieverbrauch 2017 hatte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) ebenfalls zuletzt eine aktualisierte Schätzung veröffentlicht. Demnach wird der Verbrauch im laufenden Jahr bei etwa einem Prozent über dem Verbrauch von 2016 liegen. In den ersten neun Monaten lag er sogar fast zwei Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Als Gründe für den Verbrauchszuwachs gibt die AGEB die kältere Witterung sowie die gute konjunkturelle Lage an.

Ein deutliches Plus im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete der Energieträger Erdgas. Der Verbrauch erhöhte sich um neun Prozent. Hauptursache für den Anstieg war ein Mehrverbrauch in den Kraftwerken der Stromerzeuger, zur Wärmeversorgung und in der Industrie. Der Verbrauch an Mineralöl wuchs mit 2,6 Prozent nur moderat.

Die erneuerbaren Energien legten mit über fünf Prozent zu. Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) legte um 18 Prozent zu, Windkraft legte um deutliche 21 Prozent zu, Solarenergie um fünf Prozent. Die Stromerzeugung aus Kohle entwickelte sich uneinheitlich. Während der Verbrauch an Steinkohle um 7,6 Prozent sank, stieg der von Braunkohle um gut zwei Prozent. 

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