Berliner ImpulsE

24.11.17 Nachricht Energiewirtschaft und Erneuerbare

Energieverbrauch in Deutschland

AGEB erwartet leichten Anstieg des Energieverbrauchs

Nach Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) wird der Energieverbrauch in Deutschland 2017 gegenüber dem Vorjahr voraussichtlich um etwas mehr als ein Prozent ansteigen. Aufgrund dieser Prognose geht die AG Energiebilanzen davon aus, dass die nationalen energiebedingten CO₂-Emissionen 2017 ebenfalls leicht steigen werden.

Er wird dann bei insgesamt etwa 13.600 PJ oder rund 464 Mio. t SKE liegen. Die Zahlen basieren auf den Daten für die ersten neun Monate des laufenden Jahres. Für den Verbrauchsanstieg sind vor allem die positive Konjunkturentwicklung sowie die etwas kühlere Witterung zu Beginn des Jahres verantwortlich, so die AG Energiebilanzen.

Bei den erneuerbaren Energien führten im Wesentlichen gute Windverhältnisse an Land und auf See sowie eine leicht höhere Zahl von Sonnenstunden zu einer weiteren Zunahme der Stromeinspeisungen. Insgesamt steigerten sie ihren Beitrag zum gesamten Energieverbrauch in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 um 5,3 Prozent.

Der Verbrauch von Mineralöl erhöhte sich insgesamt um 2,6 Prozent. Zu dieser Entwicklung trugen praktisch alle Produkte bei.

Der Erdgasverbrauch lag um neun Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, insbesondere da in den Kraftwerken zur Strom- und Wärmeversorgung mehr Erdgas eingesetzt wurde. Auch der Erdgaseinsatz in der Wärmeversorgung und in der Industrie nahm zu.

Der Verbrauch an Steinkohle sank um 7,6 Prozent, derjenige an Braunkohle lag in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um gut zwei Prozent über dem Vorjahreszeitraum.

Bei der Kernenergie kam es wegen veränderter Revisionsplanungen zu einem Minus von 13,5 Prozent.

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