Berliner ImpulsE

22.01.19 Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Energieeffizienz bei Heizungen

Neue Energieeffizienzklassen

Für neue Heizungen gilt ab dem 26. September 2019 ein verändertes EU-Energielabel mit der neuen Energieeffizienzklasse A+++. Die Stufen E bis G entfallen dann.

Heizungen, die regenerative Energien nutzen, erhalten dann ein A+++ bis A+. Das gilt bei Solarkollektoren als Ergänzung zur Wärmeerzeugung, bei den meisten Holzheizungen und bei energieeffizienten Wärmepumpen. KWK-Anlagen können die Noten A+++ bis B erhalten. Die Bewertung von Gasheizungen und Ölheizungen mit Brennwerttechnik ändert sich von A+ auf A bis B, in Kombination mit erneuerbaren Energien wird die Einstufung besser.

Weniger effiziente Niedertemperaturgeräte, die die im Abgas enthaltene Energie nicht ausnutzen, erreichen die Effizienzkategorie C und dürfen nur noch in bestimmten Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden. Geräte der Klasse D kommen in Deutschland bereits jetzt nicht mehr in den Handel.

Für neue Heizgeräte und Warmwasserbereiter bis 70 kW Leistung ist das Etikett Pflicht, Warmwasserspeicher bis einschließlich 500 l Speichervolumen sowie Produktkombinationen benötigen das Label ebenfalls. Die erweiterte Skala gilt auch für neue Einzelraumheizgeräte bis 50 kW Leistung.

Wer in den ersten neun Monaten des Jahres seine Heizung erneuern lassen will, sollte die Neuerung beachten und konventionelle Öl- und Gasgeräte mit niedriger Energieeffizienz meiden, rät das Infoportal Zukunft Altbau. 

2021 oder 2022 soll die nächste Verschärfung kommen. Langfristiges Ziel ist, die Energieeffizienz im Heizungsbereich sukzessiv zu steigern sowie auf die Vorteile von Ökoheizungen hinzuweisen.

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