Berliner ImpulsE

07.05.19 Nachricht Bauen und Wohnen

Reduktion von CO₂-Emissionen

geea-Plan für Gebäude-Energiewende

Das Tempo bei der Reduktion von CO₂-Emissionen im Gebäudebereich muss erhöht werden. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea) hat einen Maßnahmenkatalog für die Energiewende im Gebäudebereich vorgelegt. So fordert die geea die steuerliche Absetzung von Sanierungsmaßnahmen, verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für Abnutzung sowie mehr Förderung für Einzelmaßnahmen, Effizienzhäuser und Nichtwohngebäude. Zudem sollten auch neue Technologien und Pilotprojekte verstärkt gefördert werden.

In puncto Kommunikation fordert die geea eine auf zehn Jahre angelegte Beratungsoffensive für Wohn- und Nichtwohngebäude. Hinzu kommen die Einrichtung eines Gebäudeexpertenzentrums wie auch eine Informationskampagne zum Energiespar-Contracting.

Beim Ordnungsrecht sollten die energetischen Anforderungen an Neubauten erst und nur gegebenenfalls ab 2025 angepasst werden. Die bestehenden Anforderungen an Bestandsgebäude müssten jedoch konsequenter durchgesetzt werden. Ein hydraulischer Heizungsabgleich sollte bei bestimmten Anlässen verpflichtend werden.

Von den skizzierten Maßnahmen verspricht sich die geea im Wärmesektor eine zusätzliche CO₂ Reduzierung um 13 Mio. t bis 2030. Der Handlungsbedarf im Gebäudebereich bliebe gewaltig, auch wenn der Sektor seit 1990 bereits 40 Prozent seiner Treibhausgasemissionen reduziert habe, so Andreas Kuhlmann, geea-Sprecher und Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena). Durch die Klimaziellücke in Höhe von 15 Mio. t CO₂ müsse eine Diskussion über weitere Optionen angestoßen werden.

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