Berliner ImpulsE

29.04.19 Nachricht Energie- und Klimapolitik Berlin

Forderung des BDEW

Steuerabschreibung der Gebäudesanierung

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich Medienberichten zufolge positiv gegenüber einer steuerlichen Vergünstigung der energetischen Sanierung im Umfang von ein bis zwei Milliarden Euro geäußert. Eine schrittweise Steuerentlastung könne über die verschiedenen Abschnitte Fenster, Heizung, Dach erfolgen. Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) begrüßte den Vorstoß.

Auch der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) befürwortet eine steuerliche Abschreibung für energetische Gebäudesanierungen, um das gewaltige CO₂-Einsparpotenzial im Wärmemarkt zu heben. Die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Bayern hatten ebenfalls eine schnelle Einführung auf die Tagesordnung gebracht.

Der BDEW begrüßt, dass Nordrhein-Westfalen und Bayern einen Vorschlag dafür vorgelegt haben, und fordert die Bundesregierung auf, ihn sehr ernsthaft zu prüfen und schnell im Sinne energieeffizienter Gebäude zu handeln.

Um die Klimaziele im Wärmemarkt zu schaffen, brauchen wir dringend eine Modernisierungsoffensive, so der BDEW. Die jetzige Sanierungsrate im Gebäudebestand sei mit 0,8 Prozent beklagenswert niedrig.

In ihrem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesfinanzminister Olaf Scholz plädierten Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger für die steuerliche Lösung. Der Steueranreiz verbessere die Rahmenbedingungen für Investitionen in die energetische Gebäudesanierung, setze positive Impulse für Handwerk und lokale Wirtschaft und trage dazu bei, die Klimaschutzziele im Gebäudesektor zu erreichen.

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