Berliner ImpulsE

25.06.19 Nachricht Bauen und Wohnen

Studie des vzbv und Öko-Insituts

Energiekosten müssen durch Sektorenkopplung nicht zwangsläufig steigen

Eine neue Studie Öko-Institut e.V. im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hat die Auswirkungen eines verstärkten Einsatzes von Elektrizität für die Wärmeversorgung im Gebäudebereich für das Jahr 2030 untersucht. Demnach kann eine Sektorenkopplung kostenneutral erfolgen, wenn Strom effizient über Wärmepumpen für die Beheizung von energieeffizienten Gebäuden eingesetzt wird.

Um die Klimaschutzziele zu erreichen, müssen in vielen Bereichen fossile Brennstoffe durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Dabei spielt der Gebäudesektor eine zentrale Rolle. Der Einsatz von sauberem Strom im Wärmebereich kann ein Teil der Lösung sein.

Die Studie untersucht anhand fünf verschiedener Typ-Haushalten, z.B. Alleinerziehende, Rentner- und Pensionärshaushalte mit niedrigem Einkommen und dem Durchschnittshaushalt in Deutschland zwei verschiedene Szenarien. Diese unterscheiden sich im Wesentlichen durch den geplanten Anteil von elektrischen Wärmepumpen an der Wärmeversorgung im Jahr 2030.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Sektorkopplung dann kostenneutral umgesetzt werden kann, wenn die Wärmeversorgung der Gebäude über elektrische Wärmepumpen erfolgt, der Strom also effizient in Wärme umgewandelt wird. Gleichzeitig müssen die Wohngebäude einen hohen Energiestandard aufweisen, also energetisch saniert sein. Für eine erfolgreiche Energiewende müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen für die energetische Gebäudesanierung deutlich verbessert werden. Nur so kann verhindert werden, dass die Energiekosten für die privaten Verbraucher noch einmal ansteigen.

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