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Nachricht Energie- und Klimapolitik Bund

Maßnahmen im Sektor Gebäude

Im Gebäudesektor will das vorgestellte Klimaschutzprogramm 18-20 Mio. t CO₂ jährlich zusätzlich einsparen. Aktuell werden hier rund 120 Mio. t CO₂ pro Jahr emittiert. Geschätzt wird, dass die Wirkung bereits im Vorfeld beschlossener Maßnahmen diesen Wert bis 2030 auf 90 Mio. t senken wird. Das EU-Budget sieht für 2030 eine maximale Emissionsmenge von 72 Mio. t CO₂ vor. Folgende Maßnahmen sollen die Einsparungen herbeiführen:

  • Steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen
    Technologieoffene steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungsmaßnahmen. Hierzu gehören auch Einzelmaßnahmen wie Dämmung, Heizungs- und Fenstertausch. Verteilt über drei Jahre kann die Steuerschuld um 20 Prozent der Kosten reduziert werden.
  • Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
    Bestehende investive Förderprogramme im Gebäudebereich werden künftig im BEG zu einem einzigen, umfassenden und modernisierten Förderangebot zusammengefasst und inhaltlich optimiert.
  • Förderung der seriellen Sanierung im Gebäudebereich
    Die Bundesregierung will künftig die serielle Sanierung fördern. Standardisierte Lösungen sollen im industriellen Maßstab für Synergien sorgen und die Sanierungsquote kosteneffizient steigern.
  • Erneuerung von Heizungsanlagen
    Mit einer Austauschprämie für ineffiziente (Öl-)Heizungen soll der Umbau auf Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien (EE) oder hybride Gasheizungen mit EE-Anteil vorangetrieben werden. Der Förderanteil soll 40 Prozent betragen.

Weitere Maßnahmen sind die Aufstockung energetische Stadtsanierung, eine verstärkte Energieberatung und Öffentlichkeitsarbeit, die Verbesserung der Vorbildfunktion von Bundesgebäuden sowie die Weiterentwicklung des energetischen Standards (2023 soll die nächste Überprüfung der Standards erfolgen).

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